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Hilfe und Unterstützung finden

Wie Menschen in psychotischen Krisen und ihre Angehörigen die passende Unterstützung bekommen – ein Wegweiser durch den Dschungel der Hilfsangebote 

Stell dir folgende Situation vor: Ein Mensch, den du liebst – dein Partner, deine Tochter, dein bester Freund – verhält sich plötzlich anders. Er zieht sich zurück, spricht von Dingen, die für Dich keinen Sinn ergeben, ist misstrauisch oder schläft kaum noch. Oder du selbst merkst, dass etwas mit dir nicht stimmt. Deine Gedanken rasen, die Welt fühlt sich unwirklich an, Nachrichten im Radio scheinen plötzlich etwas mit 

Die richtige Hilfe finden

 Deutschland hat ein ausdifferenziertes psychosoziales Versorgungssystem. Es gibt psychiatrische Kliniken, ambulante Therapieplätze, Beratungsstellen, Krisendienste, Selbsthilfegruppen und vieles mehr. Das klingt erst einmal gut. Das Problem ist nur, dass dieses System extrem unübersichtlich ist. Wäre man zynisch, könnte man auch sagen, es ist für Menschen gemacht, die gesund genug sind, um sich darin zurechtzufinden. 

Wer aber gerade eine psychotische Krise durchlebt – wer Stimmen hört, unter Wahnerleben leidet, keinen klaren Gedanken fassen kann – der ist in der Regel nicht in der Lage, Websites zu vergleichen, Telefonnummern herauszusuchen oder gar Wartelisten abzutelefonieren. Angehörige, die zum ersten Mal mit einer solchen Situation konfrontiert sind, stehen nicht selten fassungslos da. Sie wissen nicht einmal, wonach sie eigentlich suchen sollen. 

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Die Angebote unterscheiden sich erheblich von Bundesland zu Bundesland, von Stadt zu Stadt, manchmal sogar von Bezirk zu Bezirk. Was es in Berlin-Mitte gibt, existiert in einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt möglicherweise gar nicht. Und selbst in Großstädten erfährt man von manchen hervorragenden Angeboten erst Monate oder Jahre nach der eigenen Krise. So ist es mir zum Beispiel gegangen. Oft mit dem bitteren Gefühl, dass man das gern ein paar Jahre eher gewusst hätte. 

Genau das ist der Kern des Problems. Man benötigt dieses Wissen vorher. Also vor der Krise, wenn man sortiert ist, Zeit hat und klar denken kann. Man benötigt es nicht erst im Ausnahmezustand. Man braucht jemanden, der einen an die Hand nimmt und sagt: „Das ist deine Situation, das sind die Möglichkeiten, die jetzt für dich infrage kommen.“ 

Welche Angebote es mittlerweile gibt

Die gute Nachricht vorweg: Es hat sich in den letzten Jahren viel getan in der psychosozialen Versorgung. Es gibt innovative Ansätze, die weit über die klassische stationäre Psychiatrie hinausgehen, die die meisten von uns kennen. Viele davon sind noch nicht so bekannt, wie sie sein sollten. 

Behandlung in den eigenen vier Wänden 

Nicht jede schwere Krise muss zwingend auf einer geschlossenen Station behandelt werden. Stationsäquivalente Behandlung, Kurzform StäB, ist mehr als ein typisch deutsches Wortungetüm. Es bedeutet, dass ein multiprofessionelles Team – bestehend aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Sozialarbeitern und Therapeut:innen – regelmäßig zu den Betroffenen nach Hause kommt. Die Behandlung erfolgt im eigenen Umfeld, also in den eigenen vier Wänden, mit derselben Intensität wie im Krankenhaus, aber eben ohne die Entwurzelung, die ein stationärer Aufenthalt mit sich bringt. Für viele Menschen in psychotischen Krisen kann das einen großen Unterschied machen, weil der gewohnte Alltag erhalten bleibt und das soziale Netz einbezogen werden kann. Dieses Modell wird mittlerweile von einer wachsenden Zahl psychiatrischer Kliniken angeboten – aber längst nicht überall und längst nicht so flächendeckend, wie es sinnvoll wäre. 

Peer-Worker und Genesungsbegleitung 

Einer der hoffnungsvollsten Ansätze der letzten Jahre ist der Einsatz von Peer-Workern, also Genesungsbegleitern. Das sind Menschen, die – so wie ich auch – selbst psychische Krisen durchlebt haben und nun – nach einer entsprechenden Qualifizierung – andere Betroffene, die sich gerade akut in einer Krise befinden, auf ihrem Weg begleiten. Solche Menschen sprechen die Sprache derer, die gerade in der Krise stecken. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie sich Angst, Kontrollverlust oder Stigmatisierung anfühlen. Und sie sind der lebende Beweis dafür, dass Genesung möglich ist. Peer-Worker oder Genesungsbegleiter arbeiten inzwischen in vielen Kliniken, in Beratungsstellen oder gemeindepsychiatrischen Einrichtungen – aber auch hier gibt es noch erheblichen Ausbaubedarf. 

Psychotherapeutische Ambulanzen und Früherkennungszentren 

Für Menschen, die erste Anzeichen einer psychischen Krise bemerken – sei es nun bei sich selbst oder bei einer nahestehenden Person –, sind Früherkennungszentren eine Anlaufstelle. Dort wird abgeklärt, ob tatsächlich ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer psychotischen oder anderen schweren psychischen Erkrankung besteht, und es werden frühzeitig passende Hilfen vermittelt. Das ist deshalb wichtig, weil bei psychotischen Erkrankungen gilt: Je früher eine angemessene Behandlung beginnen kann, desto besser ist die langfristige Prognose. Psychotherapeutische Ambulanzen, zum Beispiel an Hochschulen, ergänzen dieses Angebot, indem sie auch ohne monatelange Wartezeiten erste diagnostische und therapeutische Hilfe anbieten können. 

Metakognitives Training 

Neben klassischer Psychotherapie gibt es spezialisierte Angebote wie das Metakognitive Training, kurz MKT, das gezielt an den Denkmustern ansetzt, die bei Psychosen eine Rolle spielen. In Gruppensitzungen können Psychoseerfahrene lernen, typische kognitive Verzerrungen bei sich zu erkennen – etwa voreiliges Schlussfolgern oder die Tendenz, Ereignisse auf sich selbst zu beziehen. Das Training ist niedrigschwellig, manchmal auch humorvoll gestaltet und es hat sich in Studien als wirksam erwiesen. Es gibt auch viele Informationen zur Erkrankung, die hilft Betroffenen und Angehörigen, die Erkrankung besser zu verstehen, Frühwarnzeichen zu erkennen und auch einen kompetenten Umgang mit Symptomen oder Medikation zu entwickeln. 

Online-Angebote 

Die Digitalisierung hat natürlich auch in der psychosozialen Versorgung neue Türen geöffnet. Es gibt inzwischen Plattformen, die Betroffenen und Angehörigen Zugang zu Peer-Support und Austauschmöglichkeiten bieten – ortsunabhängig und oft kostenlos. Gerade für Menschen in ländlichen Gebieten oder für diejenigen, die sich den Gang in eine Einrichtung noch nicht zutrauen, können solch digitale Angebote ein wertvoller erster Schritt sein. Die Menge an verfügbaren Informationen im Netz kann allerdings auch überwältigen, weshalb es wichtig ist auf kuratierte und qualitätsgesicherte Plattformen zu achten. 

Lotsen, die durch die Krise führen

All diese Angebote existieren zwar, aber dennoch kommen sie bei den Menschen, die sie am dringendsten brauchen, oft gar nicht an. Das liegt nicht am mangelnden Willen der Betroffenen oder Angehörigen, sondern an einem strukturellen Defizit unseres Gesundheitssystems: Es fehlen Lotsen. 

Stell dir vor, du bekommst eine schwere körperliche Diagnose. In vielen Kliniken gibt es heute sogenannte Patientenlotsen oder Case Manager, also Fallmanager, die dich durch den Behandlungsprozess begleiten, Termine koordinieren, Anträge stellen helfen und dafür sorgen, dass du nicht in den Lücken zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen verloren gehst. 

Im Bereich der psychischen Gesundheit gibt es das zu wenig. Dabei wäre es gerade hier dringend notwendig. Denn eine psychotische Krise betrifft nicht nur die erkrankte Person, sondern das gesamte Umfeld. Angehörige müssen Entscheidungen treffen, für die sie keine Vorbereitung haben. Sie müssen zwischen Kliniken, Ambulanzen, Sozialpsychiatrischen Diensten und Betreuungsangeboten navigieren, während sie gleichzeitig selbst emotional am Limit sind. Ein Lotse – ein Pate, ein Krisenbegleiter, wie auch immer man diese Person nennen möchte – könnte hier den entscheidenden Unterschied machen: jemand, der das System kennt, der die Angebote überblickt und der Betroffene und Angehörige an die passende Stelle vermittelt, ohne, dass die jedes Mal wieder ganz von vorn anfangen müssen. 

Open Dialogue 

Ein Modell, das zeigt, wie so etwas funktionieren kann, ist der Open-Dialogue-Ansatz, der ursprünglich aus Finnland stammt. Dabei werden bei einer psychischen Krise innerhalb von 24 Stunden sogenannte Netzwerkgespräche organisiert. Das sind Gespräche mit der betroffenen Person, ihren Angehörigen und einem therapeutischen Team. Alle sitzen an einem Tisch, alle Perspektiven werden gehört, und gemeinsam wird überlegt, welche Schritte jetzt sinnvoll sind. Der Ansatz verzichtet weitgehend auf schnelle Medikation und setzt stattdessen auf Beziehung, auf Dialog und die Mobilisierung der bereits vorhandenen sozialen Ressourcen. Die Ergebnisse sind ziemlich beeindruckend: In der Lappland, wo Open Dialogue seit den 1980er Jahren praktiziert wird, sind etwa die Hospitalisierungsraten und der Langzeitgebrauch von Antipsychotika dadurch deutlich gesunken. 

In Deutschland gibt es erste Ansätze, Open-Dialogue-Methoden zu nutzen. Aber wir sind noch weit davon entfernt, dass solche Strukturen flächendeckend verfügbar sind. Netzwerkgespräche, in denen Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer gemeinsam und nach Lösungen suchen, wären ein enormer Fortschritt, damit nicht jede Person für sich allein agiert und niemand den Überblick über das Ganze hat. 

Wo du jetzt Hilfe finden kannst

Auch wenn das System tatsächlich noch weit davon entfernt ist, perfekt zu sein – es gibt schon jetzt ziemlich viele gute Anlaufstellen. Die folgenden Angebote können ein Startpunkt sein, egal ob du selbst betroffen bist, ob du dir Sorgen um einen nahestehenden Menschen machst oder ob du dich einfach für den Fall der Fälle informieren möchtest. 

Der Berliner Krisendienst 

Der Berliner Krisendienst ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für Menschen in seelischen Notsituationen in Berlin. Du kannst Dich mit Deiner Frage auch aus anderen Bundesländern melden. Er arbeitet mit multiprofessionellen Teams aus Psycholog:innen, Sozialarbeitern und Fachkräften mit langjähriger Erfahrung in der Krisenintervention. Der Krisendienst ist kostenlos, auf Wunsch anonym und es gibt ihn telefonisch und persönlich an neun Standorten in Berlin, per Videoberatung und per Mail. Es gibt auch fremdsprachliche Beratung. Der Berliner Krisendienst hilft nicht nur im akuten Moment, sondern verfügt über umfangreiches Wissen zu weiterführenden Angeboten und kann dadurch gezielt an passende Einrichtungen und Institutionen vermitteln. 

Die Telefonseelsorge 

Viele kennen die Telefonseelsorge als eine Anlaufstelle für Menschen in akuter Verzweiflung. Der Klassiker schlechthin. Was weniger bekannt ist: Die Telefonseelsorge bietet weit mehr als ein offenes Ohr. Sie verfügt über umfassende Informationen zu weiterführenden Hilfsangeboten und kann an passende Ansprechpartner vermitteln. Man erreicht die Telefonseelsorge telefonisch kostenfrei, rund um die Uhr, aber auch per Mail, per Chat und sogar über eine App namens „KrisenKompass“, die Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Und auch persönliche Beratungsgespräche vor Ort sind möglich. Die Telefonseelsorge ist damit ein erster Anlaufpunkt, der rund um die Uhr und über verschiedene Kanäle erreichbar ist. 

Von Angehörigen für Angehörige 

Der BApK, Langform Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, ist die zentrale Interessenvertretung für Angehörige in Deutschland. Er bietet über sein „SeeleFon“ eine telefonische und E-Mail-Beratung an, die von Menschen durchgeführt wird, die selbst Angehörige psychisch erkrankter Menschen sind. Das ist ein entscheidender Unterschied zu vielen anderen Beratungsangeboten: Hier beraten nicht Fachleute von außen, sondern Menschen, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn ein nahestehender Mensch eine schwere Krise durchlebt. Sie kennen die Hilflosigkeit, die Schuldgefühle, die Erschöpfung – und sie können aus eigener Erfahrung hilfreiche Wege aufzeigen. 

Neben dem SeeleFon betreibt der BApK eine Internet-Plattform zur Suche nach Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland – von Aachen bis Zwickau, von Angsterkrankung bis Zwangsstörung. Die regionalen Ableger, wie etwa der ApK Berlin, bieten darüber hinaus eigene Beratungsangebote, Angehörigen-Akademien und trialogische Veranstaltungen an. Der ApK Berlin formuliert seine Haltung so: „Wir unterstützen in erster Linie den konstruktiven Umgang mit sich selbst, den eigenen Ressourcen, dem Betroffenen und dem System.“ Eine solche Haltung ist Gold wert – denn Angehörige brauchen nicht nur Informationen, sondern auch die Stärkung ihrer eigenen Kräfte. 

Für junge Angehörige gibt es beim BApK zudem ein spezielles Peer-to-Peer-Beratungsangebot: Ein junges Team, das aus eigener Erfahrung weiß, wie es ist, wenn jemand im nahen Umfeld psychische Probleme hat. Diese Peer-Beraterinnen und -Berater sind speziell geschult und supervisionsbegleitet, was ebenfalls wichtig ist. 

Psychoseseminare und Trialog 

In sehr vielen deutschen Städten gibt es sogenannte Psychoseseminare oder Trialogveranstaltungen. Das Prinzip des Trialogs bringt drei Gruppen zusammen, die traditionell eher getrennt voneinander agieren: Betroffene (also Menschen mit eigener Krisenerfahrung), Angehörige und Fachleute aus dem psychiatrischen und psychotherapeutischen Bereich. 

In diesen Veranstaltungen wird ohne die übliche Hierarchie miteinander gesprochen, ohne dass eine Perspektive mehr wert ist als die andere. Das kann sehr befreiend sein: Für Betroffene, die merken, dass sie nicht allein sind. Für Angehörige, die endlich verstanden werden. Und für Fachleute, die einen Perspektivwechsel erleben. 

Trialog im digitalen Raum 

Wer keinen Zugang zu einer lokalen Trialogveranstaltung hat oder den Schritt in eine Präsenzgruppe als unangehm empfindet, findet bei Mental-Hub ein trialogisches Angebot im digitalen Raum. Mental-Hub ist eine Plattform, die sich an Menschen mit komplexen psychischen Erkrankungen richtet – insbesondere aus dem psychotischen Spektrum – und auch an deren Angehörige. Die Plattform versteht sich als Schnittstelle zwischen Klinik und ambulanter gemeindenaher Versorgung und bietet regelmäßige kostenlose Online-Trialoge, Zugang zu informativen Inhalten und diagnosespezifischen Nachsorgeprogrammen. 

Besonders hervorzuheben ist die wöchentliche Online-Recovery-Gruppe. Sie ist offen für Betroffene, Angehörige und Fachpersonen und bietet einen sicheren, wertschätzenden Raum für den Austausch miteinander. Daneben gibt es ein 12-wöchiges Online-Recovery-Programm, das speziell für Menschen mit einer Diagnose aus dem psychotischen Spektrum entwickelt wurde. Es kombiniert Einzelsitzungen mit ausgebildeten Genesungsbegleitenden, moderierte Gruppensitzungen und modulare Wissensvermittlung. 

Die Zahlen, die Mental-Hub zusammengetragen hat, unterstreichen die Dringlichkeit solcher Angebote: Der Großteil der Betroffenen erlebt seine erste schwere psychische oder psychotische Krise im Durchschnitt mit 25 Jahren, und 84 Prozent nehmen in den ersten Jahren nach der Diagnose keine psychosoziale Unterstützung in Anspruch. Das Team von Mental-Hub ist zudem auch bei unserem mäd festival Jahr für Jahr mit an Bord. 

Früherkennungszentren 

Früherkennung kann bei psychotischen Erkrankungen einen wichtigen Unterschied machen. Wer bei sich oder einem nahestehenden Menschen Veränderungen bemerkt – etwa zunehmenden Rückzug, ungewöhnliches Misstrauen, Leistungseinbrüche, Gedankenchaos oder das Gefühl, dass Dinge oder Menschen unwirklich erscheinen –, sollte diese Anzeichen ernst nehmen. Früherkennungszentren in größeren Städten bieten die Möglichkeit, solche Symptome professionell einordnen zu lassen, ohne dass gleich eine psychiatrische Diagnose im Raum steht. 

In Berlin zum Beispiel gibt es zwei besonders nennenswerte Anlaufstellen. Das Früherkennungszentrum der Charité in Mitte, angesiedelt an der dortigen Institutsambulanz, bietet diagnostische Abklärung und Beratung für Menschen, die möglicherweise erste Anzeichen einer psychotischen Erkrankung zeigen. 

Und das Soul Space am Klinikum Am Urban in Kreuzberg. Das ist eine besondere Beratungs-, Kontakt- und Behandlungsinitiative für junge Menschen. Das Soul Space vereint unter einem Dach verschiedene Angebote, unter anderem die Kontakt- und Beratungsstelle transit. Das Angebot umfasst Einzelberatung, Angehörigenberatung und Familiengespräche, Gruppenangebote wie Selbstsicherheits- und Kommunikationstraining, Umgang mit Emotionen und Recovery-Gruppen, berufliche Beratung und Jobcoaching, psychiatrische Behandlung sowie einen Check-up zur Früherkennung. Die Beratung bei Soul Space kann auf Wunsch anonym erfolgen, auch ohne Einlesen der Krankenkassenkarte. 

Was du jetzt tun kannst

Vielleicht liest du diese Zeilen, weil du gerade mitten in einer schwierigen Situation steckst. Dann hoffe ich, dass die genannten Anlaufstellen dir einen ersten Anhaltspunkt geben. Ruf dort an, schreib eine Mail oder geh zur offenen Tür. Auch und gerade weil der erste Schritt oft der schwerste ist. 

Vielleicht liest du diesen Artikel aber auch, weil du dich informieren möchtest – für den Fall, dass es dich oder jemanden in deinem Umfeld einmal betrifft. Auch dann kannst du folgendes daraus mitnehmen. 

Informiere dich jetzt, in Ruhe, über die Angebote in deiner Region. Welche Krisendienste gibt es? Welche Früherkennungszentren? Welche Selbsthilfegruppen und Angehörigenverbände? Speichere dir ein paar wichtige Nummern in deinem Telefon ab. 

Wenn es dich interessiert, besuche einmal ein Psychoseseminar oder eine trialogische Veranstaltung. Es wird deinen Blick auf psychische Krisen grundlegend verändern. 

Und wenn du merkst, dass du oder jemand in deinem Umfeld Unterstützung braucht: Zögere nicht. Psychische Krisen sind keine Schwäche, sondern ein Teil des menschlichen Lebens. Wir alle erleben welche. Und es gibt Menschen und Einrichtungen, die helfen können – manchmal besser, als man es sich vorstellt. 

Die wichtigsten Anlaufstellen

Akute Notsituationen: Polizei: 110 | Notruf: 112 | Ärztlicher Notdienst: 116 117 

Telefonseelsorge (kostenlos, 24/7): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 – auch per Chat, Mail und App „KrisenKompass“ 

Berliner Krisendienst: telefonisch, persönlich, per Video und Mail: berliner-krisendienst.de 

SeeleFon des BApK (Angehörigenberatung): E-Mail: seelefon@bapk.de 

Mental-Hub – Online-Recovery-Gruppe, weitere Infos auf mental-hub.de 

BApK – Selbsthilfenetz Psychiatrie – Selbsthilfegruppen bundesweit finden auf bapk.de 

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